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Ausstellung

Miron Zownir – Ausstellung in Berlin

Miron Zownir
Mit radikalem Blick erschafft Miron Zownir Bilder von Menschen, die sich am Rand gesellschaftlicher Normen und Konventionen bewegen. Er sucht nach dem Ungewöhnlichen und extremen Situationen. Hat Zownir einen solchen Winkel entdeckt, lässt er nicht mehr von ihm ab. Er skizziert und dokumentiert diesen Ort und seine Menschen. Er holt ihn aus dem Schattendasein hervor und macht ihn auch für all jene sichtbar, die sich niemals aus freien Stücken hierher begeben würden. Seine Bilder erzählen von Kontrollverlust, Einsamkeit, Sexualität von Rausch, Gewalt und Lust.
Miron Zownirs Fotografien von anonymen Menschen sind genauso geheimnisvoll wie die von ihm Porträtierten. Vor seine Linse traten Persönlichkeiten wie David Lynch, Klaus Kinski, Ben Becker, Alec Empire und Christoph Schlingensief.
Es gelingt dem Berliner Kult-Künstler, eine extreme Nähe zu den von ihm abgelichteten Personen aufzubauen. Die Intensität seiner Suche nach dem richtigen Augenblick ist in seinen Schwarzweiß-Fotografien zu spüren. Mit durchdringender Schärfe gibt er Einblick in subkulturelle Geschehen der Großstädte. London, Los Angelos und Moskau zählen zu seinen Stationen. Im New York der 1980er Jahre verlieh ihm die lokale Szene aufgrund seiner Fähigkeit, den alltäglichen Wahnsinn aufzuspühren, den Namen Teutonic Phenomenographer (Village Voice).
Die Bongout Gallery ist stolz, neue Arbeiten von einem der kompromisslosisten Fotografen unserer Zeit zu präsentieren. Neben seiner Tätigkeit als Fotograf, ist Zownir auch als Regisseur und Schriftsteller aktiv. Einige seiner Kurzfilme werden im Rahmen der Ausstellung gezeigt.
Ein ebenso tabuloser Künstler war Engelbert Kievernagel (1928 - 1987). Zeichnungen und Briefe aus Zwonirs Privatsammlung geben einen Einblick in das von extremen erotischen Fantasien und anarchistischen Inhalten geprägte Werk des eigensinnigen Mannes.
Bei der Ausstellungseröffnung erfreut uns ein alter Bekannter mit einem seiner legendären Liveauftritte: Bruno S. Als Schauspieler erlangte er mit den Titelrollen in Werner Herzogs Filmen «Jeder für sich und Gott gegen alle» und «Stroszek» Bekanntheit. Heute ist er wieder als Straßenmusikant unterwegs.

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