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„Wer war Mona Lisa?“
Das Bonner Frauenmuseum präsentiert vom 13.1. bis 10.3.2013 Arbeiten zeitgenössischer Künstlerinnen zur Mona Lisa
Mona Lisa - das weltberühmte Ölgemälde von Leonardo da Vinci inspirierte Künstler und Wissenschaftler seit jeher. Sie wurde zum Sinnbild weiblicher Schönheit und Medienikone.
Wenn Magdalene Soests revolutionäre Forschungserkenntnisse über die Mona Lisa allerdings stimmen, - dann war die Renaissancefürstin Caterina Sforza Vorbild für Leonardo. Jene "Illustrissima Madonna“, auch als „la tigressa“ bezeichnet, ist eine der interessantesten Herrscherinnen ihrer Zeit. „Bild“-schön und grausam, kühn „wie ein Mann“, in ihrer Klugheit selbst von Machiavelli bewundert, war sie eine Frau, die alles besaß und alles verlor.
Das vielbeschworene geheimnisvolle Lächeln der Mona Lisa – mal als Ausdruck der „Erfüllung eines tausendjährigen Begehrens des Mannes“ mal als romantische Ikone des Weiblichen interpretiert - dürfte dann passé sein.
Das Bonner Frauenmuseum hat diese neuen Erkenntnisse zum Anlass genommen und Künstlerinnen eingeladen, sich erneut mit der Mona Lisa auseinanderzusetzen, sich von der "Tigressa" inspirieren zu lassen und stellt die Ergebnisse in einer Themenausstellung ab 13.1.2013 vor.
Was dabei herausgekommen ist: Die Künstlerinnen von heute fasziniert die Schönheit der Mona Lisa und die Malerei jener Zeit. Dies führt einige in die „Mona-Lisa-Falle“ – sie identifizieren sich mit ihr. Andere wiederum werden ihrerseits zu Forscherinnen der Zeit und ihrer Akteure; sie nehmen die neue Vorlage auf, verabschieden sich von den klassischen Vorstellungen weiblicher Schönheit und Sinnlichkeit und kontrastieren sie mit der politischen Realität von heute.
Die Ausstellung ist vom 13. Januar bis 10. März 2013 zu sehen.
Es erscheint ein Katalog.
Frauenmuseum, Im Krausfeld 10, 53111 Bonn
Di. – Sa. 14.00 – 18.00 Uhr sowie So. 11.00 – 18.00 Uhr
Vernissage:
Sonntag, 13. 1. 2013 um 13 Uhr
Marianne Pitzen: Begrüßung
Petra Thorand, Bürgermeisterin der Bundesstadt Bonn: Grußwort
Dr. Heidrun Wirth, Kunstjournalistin: „verkannt, versteckt, erschaut – Mona Lisa -
Caterina Sforza“
Tanz - eine Bonner Gruppe zelebriert Tänze der Renaissance in historischen Kostümen
Musik - eigene Kompositionen spielt die Band Children of the Moon (Ariane Schenk, Carolin Scherer und Florian Holländer)
Veranstaltungsprogramm:
Sonntag, 3.2. um 15 Uhr
Lesung, Gespräch, Diskussion mit der Leonardo-Forscherin und Autorin Magdalena Soest
Freitag, 22.2. um 19 Uhr
„Von Angesicht zu Angesicht“ - ökumenischer Frauengottesdienst
Sonntag, 17.2. um 15 Uhr
Buchvorstellung „Römisch Roulette“ (Vatikan-Skandal) durch den Autor JeAndré (Jürgen Laue)
Sonntag, 10.3. um 15 Uhr – Finissage
Dr. Andrea-S. Végh: Vortrag über Künstlerinnen der Renaissance
Tänze der Renaissance