Diese Veranstaltung ist bereits beendet.
Abstrakte Kunst verzichtet scheinbar auf
Referenzen – sie bildet weder Wesen noch Dinge ab.
Sie glaubt an die Freiheit der Form, des Raumes, an
den ungefilterten assoziativen Wahrnehmungsfluß.
Der Bildhauer Axel Anklam und der Video- und
Lichtkünstler Robert Seidel erweitern diese
Offenheit um eine weitere Dimension – die erlebte
Zeit. Ihre Gemeinschaftsarbeit „sputnik enterprise“
kombiniert Anklams „Boreaden“ mit Fragmenten
von Seidels Projektionen, unter anderem „chiral“. Es
entsteht eine neue Abfolge raumzeitlicher
Eindrücke. Die Zahl der
Wahrnehmungsmöglichkeiten steigt im Vergleich zu
gegenständlichen Kunstwerken exponentiell und
ermöglicht eine außerordentlich sinnliche Erfahrung
im Spannungsfeld zwischen Skulptur und
Projektion.
Axel Anklam (*1971) war Kunstschmied und
Restaurator, bevor er ein Studium der Bildhauerei
aufnahm, das er 2004 abschloß. 2006 zeichnete die
UdK ihn mit ihrem Meisterschülerpreis aus. 2010
berief die Staatliche Akademie der Bildenden Künste
Stuttgart Anklam zum Gastprofessor.
Robert Seidel (*1977) diplomierte an der Bauhaus-
Universität Weimar. Seine Arbeiten wurden auf
zahlreichen internationalen Festivals, in Galerien
und in Museen wie dem Königlichen Museum der
Schönen Künste Antwerpen, ZKM Karlsruhe, Nabi
Art Center Seoul, Wilhelm-Hack-Museum
Ludwigshafen, Young Projects Los Angeles und dem
MOCA Taipeh gezeigt.
Abbildung: Axel Anklam, Boreade, 2008, Edelstahl
und Robert Seidel, chiral, 2010, Installation und
Video