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Nature Morte Berlin freut sich die Einzelausstellung „The Strangling Power of Dust and Stars“ der Künstlerin Chitra Ganesh zu präsentieren. Die Ausstellung wird eine in Berlin entstandene, großformatige, Multimedia Installation, Arbeiten auf Leinwand und digitale Kollagen zeigen.
Ganeshs auf Zeichnungen basierende Arbeiten verweben kontemporäre Mythologie mit Fäden antiker Erzählungen, Märchen, Portraitmalerei des 19. Jahrhunderts, sowie Bilder aus der populären visuellen Kultur, wie z.B. Bollywood Poster und Anime. Ihre Arbeit enthüllt weibliche Ikonographien und Formen welche oft am Rande der Geschichte und Kultur blieben.
Für diese Ausstellung hat Ganesh eine Reihe großflächiger Digitaldrucke kreiert, die dichtbebilderte, surreale, science fiction-artige und übernatürliche Szenen zeigen. Diese Drucke bauen auf Ganeshs früheren Kollagen auf, in denen sie Amar Chitra Katha verarbeitete, eine Indische Comicbuchreihe, die erstmals in den 60er Jahren veröffentlicht wurde um südasiatische Kulturgeschichte unter Kindern in Indien und im Ausland zu verbreiten. Diese neuen Arbeiten sind durchzogen von kunsthistorischen und populären Referenzen zur Druckkultur, von den Stichen Albert Dürers, der Ikonographie des japanischen Holzstockdrucks des 18. Jahrhunderts bis hin zur Posterkultur der 1960er und 70er, die Indische Ästhetik mit psychedelischer Kunst vermischt.
Das Resultat ist eine unheimliche Mischung aus einst vertrauten, lesbaren Formen, welche nun von ihren eigentlichen Bedeutungen abweichen. Ganeshs Tales of Amnesia (2002-2007), eine 21-teilige Arbeit surrealistischer Comicbuchtableaus wurde kürzlich in der Ausstellung kontemporärer Indischer Kunst der Saatchi Gallery, „The Empire Strikes Back“, gezeigt und Teile der Reihe werden diesen Sommer im Warhol Museum in den U.S.A. zu sehen sein.
Chitra Ganesh erhielt 1996 einen Bachelor in Komparatistik und Kunstsemiotik von der Brown University und ihr Interesse an Sprache ist evident in ihrer Arbeit. Bilder von Körpern und Wörter werden von ihren gewöhnlichen Bedeutungen gelöst und hinterfragen die Darstellung von Geschlecht, Sexualität und Macht. Geheimnisvolle Frauenfiguren bevölkern Ganeshs oeuvre: es gibt Frauen mit Augen als Brustwarzen, abgetrennte Körperteile und hybride Abstraktionen. Ganesh benutzt diese Figuren um ihre Erforschung alternativer Erzählungen voranzutreiben, und sie sagt von ihrer Arbeit, „der Körper wird ein Ort der Überschreitung, sozial wie auch psychisch, gedoppelt, verstümmelt und permanent über seine Grenzen hinausgehend.“
2001 besuchte Ganesh die Skowhegan School of Painting and Sculpture, und erhielt 2002 einen MFA der Columbia University. Ihre Arbeit wurde bereits weltweit in Galerien und Institutionen ausgestellt, in New York im Brooklyn Museum of Art (2004), Queens Museum of Art (2005), Asia Society (2006), Bronx Museum of Art (2003), White Columns (2004), Momenta Art (2003), Apex Art (2004), und PS1/MOMA (2008), und international in der ZKM Gallery (2007, Karlsruhe), MOCA Shanghai (2009), Saatchi Gallery (2010, London), Kunsthalle Exnergrasse (2008, Vienna), Fondazione Sandretto re Rebaudengo (2006, Turin), Instituto Valenciano de Arte Moderno (2009, Valencia), Spazio Oberdan (2007, Milan), Gwangju Contemporary Arts Centre (2005, Gwangju), und 2011 im Prince of Wales Museum (Mumbai). Ganesh erhielt zahlreiche Stipendien und Residenzen, unter anderem 2009 von der New York Foundation for the Arts and Printed Matter, und 2010 von der Art Matters Foundation, Lower East Side Printshop Special Editions Residency, und der Joan Mitchell Award for Painters & Sculptors. Ihre Arbeit ist vertreten in den Sammlungen des Museum of Modern Art, Brooklyn Museum, Devi Art Foundation, Deutsche Bank, the Saatchi Collection und der Burger Collection.