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Ausstellung

Mimmo Jodice. Transiti – Ausstellung in Köln

Mimmo Jodice. Transiti
Die Galerie Karsten Greve Köln widmet dem renommierten neapolitanischen Fotografen Mimmo Jodice eine Einzelausstellung, die die erfolgreiche Zusammenarbeit der letzten Jahre fortsetzt. Die gezeigten Werke wurden zuvor im Museo di Capodimonte in Neapel ausgestellt und stehen in enger Beziehung zur Gemäldesammlung des Museums. Mimmo Jodice studierte die wunderbaren Gemälde alter Meister, insbesondere die eindringlichen Menschendarstellungen und fotografierte ausgewählte Ausschnitte und Portraits daraus in schwarz-weiß. Diese Studien brachte er in einen faszinierenden Dialog mit seinen über Jahre entstandenen Portraitaufnahmen aus den Straßen von Neapel. Die paarweise Gegenüberstellung der Fotografien aus dem Museum und aus dem „wirklichen“ Leben berühren durch die ungeheure Intensität der menschlichen Emotionen. Die Ausdrucksfähigkeit der Gesichter lässt Zeitalter, Menschenalter und Bildtechniken miteinander verschmelzen. Ganz unabhängig von den vielfältigen szenischen Kontexten scheinen ungeahnte Gemeinsamkeiten und Entsprechungen zutage zu treten, die doch allein durch das hochsensible Auge des Fotografen Sichtbarkeit erlangen.#Mimmo Jodice interessieren die über Jahrhunderte ähnlichen Gesten, Blicke, sprechende Augen und die Spuren der inneren Bewegung im Antlitz. Seine Modelle sind die Menschen aus Neapel, wobei er auch in den historischen Gemälden bevorzugt die Nebenfiguren in den Blick nimmt, bei denen die Künstler nicht an die tradierten Typologien wie bei den Hauptpersonen der Historien gebunden waren. Gerade in den Randfiguren spiegelt sich das verwandte Interesse der Maler über die zeitliche Distanz hinweg an Expressivität, an der Darstellung der inneren Bewegung, Anspannung, Skepsis, forschenden Erwartung, Entsetzen und Ausgelassenheit. Es geht Mimmo Jodice bei seinem großen fotografischen Portraitzyklus eben nicht um eine Portraitgalerie, sondern um das Sichtbarmachen und Festhalten „expressiver Momente“. Er findet dasselbe Alphabet des Ausdrucks über Jahrhunderte hinweg, so dass in den Diptychen und Gruppenbildern neapolitanische Dialoge über alle Zeiten hinweg geführt werden.

Vom 18.05. bis 15.08.2011 widmet das Museum Louvre Jodice die Einzelausstellung “Mimmo Jodice – The Louvre’s Eyes”, Paris.

Mimmo Jodice wurde 1934 in Neapel geboren, wo er seit den 1970er Jahren als Fotograf lebt, arbeitet und lehrt. Seine Werke wurden in zahlreichen Katalogen und internationalen Ausstellungen veröffentlicht. Die überwiegend schwarz-weißen Fotoarbeiten sind bekannt für die vielfache Thematisierung antiker Zeugnisse, mediterraner Kulturen und Landschaften und beeindrucken durch eine suggestive, poetische Bildsprache.

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