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Reiss-Engelhorn-Museen,Museum Weltkulturen D5
Weltweit erstmalig widmet sich die Mannheimer Ausstellung „Schädelkult“ der besonderen Bedeutung von Kopf und Schädel in der Kulturgeschichte des Menschen. Vom 2. Oktober 2011 bis 29. April 2012 stellen die Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim anhand von über 200 Schädelfunden und Kopfpräparaten ein Menschheitsthema dar, das sich rund um den Globus in allen Kulturen und Zeiten wiederfindet. Ob Jahrtausende alte Schädelschalen, kunstvoll geschmückte Kopfjägertrophäen oder religiös-verehrte Schädelreliquien, ob als Mahnmal der Vergänglichkeit oder als archäologische Sensation: „Schädelkult“ ist ein völker- und zeitübergreifendes Phänomen, das auf eine lange Kulturgeschichte zurückblicken kann. Zahlreiche nationale und internationale Institutionen, darunter das Musée de l’Homme in Paris, haben bereits Leihgaben für die Ausstellung zugesagt.
Sein Anblick verursacht ein schauriges Gefühl, dennoch übt der Schädel auf den Menschen eine faszinierende Anziehungskraft aus. Schon die frühe Menschheitsgeschichte zeigt, dass dem menschlichen Haupt bereits seit der Altsteinzeit symbolische oder mythische Bedeutungen zugewiesen wurden. Schädeldeponierungen, Kopftrophäen und Ahnenschädel, Schmuck und Gefäße aus Schädelknochen oder ungewöhnlich deformierte Schädel sind Zeugnisse eines kulturübergreifenden Phänomens.
Die Ausstellung „Schädelkult“ rückt den Kopf als zentralen Teil des menschlichen Körpers in den Mittelpunkt. Unter Beachtung regionaler, historischer, kultureller, religiöser, kultischer und wissenschaftlicher Aspekte stellt sie die kulturgeschichtliche Entwicklung einer weltweiten Faszination bis in die heutige Zeit dar.
Di – So, 11 – 18 Uhr,
auch an Feiertagen geöffnet,
außer 24. und 31.12.
Informationen: Tel 0621 – 293 31 50
www.schaedelkult.de
Bildnachweis: Schwabe-Schädel mit darüberliegender Totenmaske Schillers, Foto: Franz Ehret, © rem