artinfo24
Diese Veranstaltung ist bereits beendet.
Ausstellung

Manish Nai - Aktuelle Arbeiten – Ausstellung in Köln

Manish Nai - Aktuelle Arbeiten
Galerie Karsten Greve Köln widmet im Rahmen der Galerieeröffnungen zur Art Cologne erstmalig in Europa dem jungen indischen Künstler Manish Nai eine Einzelausstellung.#Zur Vernissage möchten wir Sie sehr herzlich einladen:/22. April 2009, 18 bis 22 Uhr, Galerie Karsten Greve, Wallrafplatz 3/(der Künstler ist anwesend)#Der 1980 in Gujarat geborene und in Mumbai lebende Manish Nai ist einer der wenigen seiner Generation auf dem Subkontinent, die sich konsequent der Abstraktion verschrieben haben. Kennt man von der zeitgenössischen Kunstszene Indiens eher starkfarbige, narrative Arbeiten, findet man bei Nai eine reduzierte Palette an Naturtönen und nahezu ausschließlich geometrische Formen./Im Werk von Manish Nai geht es – ähnlich der von ihm verehrten Arte Povera - um die Arbeit mit einem eigentlich kunstfremden Alltagsmaterial: Jute. Zusätzlich bringt Nai jedoch das zeitgenössische künstlerische Mittel des Computers zum Einsatz und stellt auf sehr subtile, ästhetische Weise kritische Überlegungen zum existentiellen Thema unserer Zeit – der Zerstörung der Umwelt - an./2001 beendet Nai sein Studium an der L.S. Raheja School of Art, Mumbai.
Aber vor allem aus einem anderen Grund ist 2001 für ihn entscheidend für die Entwicklung seiner ganz eigenen künstlerischen Ausdrucksweise: Der Vater des Künstlers verliert den familieneigenen Jutegroßhandel durch die übermächtige Konkurrenz billiger Plastikimporte. Jute symbolisiert für Manish Nai Indien, die lange Tradition des künstlerischen Handwerkes und den Gebrauch natürlicher Materialien. Darüber hinaus ist Jute eng mit seiner eigenen Sozialisation verknüpft und steht ihm in Form des Restlagerbestandes in Fülle zur Verfügung.
In den folgenden Jahren malt Nai zunächst mit Öl auf Jute, dann beginnt er, Transparentpapier und Jute nebeneinander zu collagieren, schließlich bringt er die Materialien übereinander.
Im Juli 2006 wird das Studio des Künstlers überflutet, sämtliche Werke und Jutevorräte sind vernichtet. Anstatt dieses Ereignis als eine Katastrophe zu bewerten, dient es Nai als Inspiration: Als er die lose im Wasser treibenden Jutefäden sieht, beschließt er, sein Werk optisch in die Dreidimensionalität zu bringen. Zur selben Zeit beginnt er, per Computer das jeweilige Bildmotiv zu generieren. Der übliche Prozeß (ein manueller Entwurf wird maschinell umgesetzt) wird so umgekehrt. Vom Künstler selbst wird bei diesem Schaffensprozeß die Perfektion eines Computers verlangt: Ein Millimeter zu weit geschnitten und das gesamte Werk ist zerstört./Jüngst beginnt Manish Nai mit Juteskulpturen zu experimentieren. Diese entstehen aus den entfernten Fäden der Wandarbeiten – auch ein Statement gegen allgegenwärtige Verschwendung von Material.#Die Ausstellung wird kuratiert von Julia Ritterskamp./Weitere Informationen und Abbildungen senden wir Ihnen selbstverständlich gerne zu (Julia Ritterskamp, julia@jr-art.de; Tel: 0211-1372956 m: 0176-21694365)

Weitere Ausstellungen 2009

Peter Schmersal - Blumen
16.01.2009–28.02.2009
Peter Schmersal - Blumen
Afectoflux
06.03.2009–02.05.2009
Afectoflux
Oliver Kruse - Skulptur
09.05.2009–20.06.2009
Oliver Kruse - Skulptur
Catherine Lee
26.06.2009–29.08.2009
Catherine Lee