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Ausstellung

Cranach Goethe Götze – Ausstellung in Frankfurt a.M.

Cranach Goethe Götze
Zur Eröffnung mit dem Künstler am Samstag, 21.
November um 14 Uhr laden wir Sie und Ihre
Freunde herzlich in unsere Frankfurter Galerie ein.

Weihnachtsferien vom 24. Dezember bis zum 9.
Januar

Goethe pries Cranachs Darstellungen der nackten
Haut, „in Hinsicht auf Wahrheit und Blüte" könne er
"selbst neben Tizian bestehen". Der Dichter ahnte
nicht, dass es eine genealogische Verbindung gab
und der Maler zu seinen Ahnen gehörte.

Lukas Cranach der Ältere war - und das ist ebenso
kurios wie wunderbar - Vorfahr Johann Wolfgang
von Goethes: Cranachs Tochter Magdalena war mit
dem sächsischen Kanzler Christian Brück
verheiratet. Aus dieser Linie stammt Goethes
Mutter, so dass Cranach Goethes Oberurgroßvater
ist. Solches trifft sich bestens, denn Moritz Götze
pflegt seit einigen Jahren eine massive Goethe-
Cranach-Manie. Die geniöse Verwandtschaft ruft
nach einer Begleitausstellung, et voilà: CRANACH
GOETHE GÖTZE!

Noch einmal läßt Götze Herrn von Goethe in der
Campagna auf Ruinen lümmeln, von einem Plaid
bedeckt, aber ganz anders als bei Tischbein, in den
Formen seines „Deutschen Pop“, in seiner Technik
der vielteiligen Emaillekomposition. Der Held betritt
die Gegenwart. Auch „Venus und Amor“ verlassen
den mystisch dunklen Raum der Zeitlosigkeit, den
sie in der Ermitage-Fassung des älteren Cranach
bewohnen, und streifen durch eine leicht vermüllte
mitteldeutsche Landschaft, unter deren blauem
Himmel sich die Windräder drehen.

„Mitte der Neunziger brachte es der Kunst-
Autodidakt als Gastprofessor bis an die École
nationale supérieure des beaux-arts in Paris. In der
DDR war der Jungkünstler belächelt worden, im
neuen Berlin durfte er das Wirtschaftsministerium
mit einem Wandbild ausstatten. Götze erhielt
Auszeichnungen und gilt als einer der Lieblinge der
deutschen Sammlerklientel. Mittlerweile ist er fast
omnipräsent.“ (Ulrike Knöfel)

„Was bei Moritz Götze imponiert, ist diese
Leichtigkeit ohne den Verlust einer Tiefenschärfe
und die Methode, die ja eine des Sammelns war.
Das hatte er schon in den 80er Jahren. Er schuf sich
ein privates Pop-Universum, das aber nicht mit den
Reklametafeln der amerikanischen Pop-Art gespeist
war, sondern mit seinen eigenen Erinnerungen und
Dingen, die er liebte und mit denen er arbeitete…
Ich finde da einen spontanen Zugang, der sofort
verführt und reizt“. (Eckhart Gillen)

„Wenn die Geschichte eine Dunkelkammer ist, dann
zählt Götze zu den Lichtmachern. Er leistet sich den
ungetrübten Blick, frei von Ideologie.“ (Christoph
Tannert)

„Er schenkt den Verhängnissen der Fremdheit, dem
vermüllten Planeten, dem Vergessenen oder
Verkümmerten zwischen Fensterbrett, Strand und
Luftkriegshimmel immer die Poesie einer letzten
Unberührbarkeit, das Gewicht eines fraglosen
Daseins, also auch ein Staunen, weil bei ihm das
Ereignis zählt, nicht sein Grund. Es so zu sehen,
macht ihn zum Künstler, es so zu zeigen, zu
Götze.“ (Michael Freitag)

Künstler

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