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Ein Ausstellungsprojekt von singuhr – projekte und
Schering Stiftung | Unter den Linden 32–34 | 10117 Berlin
10. September – 24. Oktober 2015
Open Studio – Künstlergespräch (in Engl.):
1.9.2015, 18 bis 20 Uhr
Anmeldung bis 30.08. unter anmeldung@scheringstiftung.de
Ausstellungseröffnung: 9.9.2015, 19 bis 21 Uhr
Keine Anmeldung erforderlich
Öffnungszeiten:
Täglich (außer Dienstag und Sonntag) 12–19 Uhr – Eintritt frei
Das Projekt CIRCUIT – Feedback Studies von singuhr – projekte mit dem jungen belgischen Klangkünstler Jeroen Vandesande ist sowohl eine „klassische“ installative Ausstellung als auch ein künstlerisches Forschungsprojekt zum Thema Feedback in der aktuellen Kunst. Das von der Schering Stiftung geförderte Projekt startete bereits am 6. Juli mit einer zweimonatigen Residenz, in der Vandesande eine neue Klanginstallation direkt im und für den Projektraum der Schering Stiftung entwickelt.
Feedbacks bilden seit einigen Jahren einen Schwerpunkt in den Werken Vandesandes. In einer Reihe von Radio- und Lautsprecherarbeiten, Performances und Installationen hat Vandesande mit unterschiedlichen Feedbackphänomenen experimentiert und dabei sowohl historische als auch aktuelle Verfahren der Feedbackerzeugung und -steuerung untersucht. Das Projekt „CIRCUIT – Feedback Studies“ fasst die verschiedenen Ansätze nun zusammen.
Die Installation besteht aus gestimmten und sich langsam um die eigene Achse drehenden Aluminiumrohren, die in unterschiedlicher Höhe von der Decke des Raumes herabhängen. In jedem Rohr ist ein Mikrofon installiert. Durch die Rotation der Rohre entwickeln sich zwischen diesen Mikrofonen und am Boden platzierten Lautsprechern dynamische Feedbacks, die sich mehr oder weniger stark überlagern – je nachdem in welcher Konstellation Rohr (Mikrofon) und Lautsprecher zueinander stehen. Zu hören sind räumliche, quasi-polyphone Feedbackfelder, deren Dimensionen sich der Betrachter beim Umhergehen erschließen kann. Durch das auskomponierte Öffnen und Schließen von Schalllöchern an den Rohren werden diese Klänge zudem nicht nur räumlich, sondern auch harmonisch weiter ausdifferenziert. Zufallselemente und Komposition, konkreter Raum und Objekt treffen so aufeinander und ihre Interaktion lässt ein klangräumliches Kontinuum entstehen, dessen konkrete Form sich ständig verändert.
Bereits eine Woche vor Eröffnung der Ausstellung gewährt Jeroen Vandesande in einem „Open Studio“ am 1.9.2015 um 18 Uhr Einblicke in seine Arbeitsweisen, in frühere Projekte und stellt die Entwicklung der aktuellen Klanginstallation vor.