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Gleichnis und Gestus sind die großen Gegenspieler der Kunst. Faust auf Faust, Hand in Hand agieren sie als Vorgesicht und als Reaktion. Kriege, Revolutionen und gesellschaftliche Umbrüche sehen sie voraus und resumieren sie. Sehen wir das Paar am Werk, sprechen wir von expressiver Kunst - in der Gotik, im Barock, im 20. Jahrhundert und verstärkt in der jüngsten Gegenwart.
Der Gestus entspringt der Intuition, dem Moment, das Gleichnis der Weisheit und der Zeit. Sie gehören zusammen wie Leidenschaft und Ratio, Überschwang und Melancholie, Liebe und Tod, Kraft und Ermattung, Leben und Sterben.
Unsere Ausstellung vereinigt etablierte und aktuelle Positionen dieser künstlerischen Haltung. Max Beckmann ist vertreten, der große Einzelgänger der deutschen Kunst der Zwischenkriegszeit; Markus Lüpertz und Gerhard Altenbourg stehen für den Neoexpressionismus, TRAK Wendisch für die Neuen Wilden des Ostens und Undine Bandelin, Dana Meyer und Ulrike Theusner für die jüngste Generation.
Zur Eröffnung am 12. Oktober um 21 Uhr laden wir sie und ihre Freunde herzlich ein.
Frithjof Vollmer (Kontrabaß) spielt Johann Sebastian Bach.