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Seit den frühen 80er Jahren schafft der Schweizer
Maler Thomas Huber einen großen Bilder-Kreislauf.
In ihm dreht sich alles um Perspektiven, Räume und
die Repräsentation von beidem im Bild. Seine
Gemälde sind Erkundungen zur Kunst und speziell
zur Beschaffenheit und Funktion von Bildern. Sie
geben keine Antwort darauf, wie Kunst oder Malerei
als ein fertiges Produkt sein sollte, sondern widmen
sich stattdessen dem Entstehenlassen von Kunst.
Hubers Werke beschäftigen sich mit dem Leben in
Räumen, in denen Bilder hergestellt und ausgestellt
werden. Der Betrachter wird dabei aktiver Teil
dieser Beschäftigung, begeht das Bild, statt es nur
anzusehen. Zwischen Stühlen, Tischen, Gefäßen
oder Regalen kann er sich positionieren und zum
Bilderzeuger oder Bildbetrachter werden. Es
entstehen absonderliche Welten, die auf Neugier,
Humor und ein Gespür für Beziehungen angewiesen
sind. Bringt man all dies mit, wird man Hubers
Bildideen nicht nur betreten, sondern sie bewohnen
und sich in ihnen einrichten, man wird sie sich
aneignen und sie genießen. Man wird erleben, dass
die Welten des Schweizers auf die elementaren
Bestandteile des Anfertigens, Zusammentragens
und Ausstellens von Kunst fokussiert sind.
Gleichzeitig entfaltet sich in ihnen aber auch eine
nicht vorhersehbare Reichhaltigkeit. Dann kann
man erkennen: den Sinn von Hubers gebauter Welt
erfahren wir ausschließlich in ihr selbst.