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Die Menschen in Dirk Eickens Bilder sind uns weder vertraut noch fremd. Seine gemalten Gesichter nehmen direkten Blickkontakt auf, bleiben als Person aber unscharf. Entgegen ihrer fotografischen Vorlage grenzen sie sich gegen ihren Umraum ab, um das Fertige der Fotografie infrage zu stellen. Zentral für Eickens Malereien ist dabei die sich ergebende Schwebe vom bildlich Anwesenden und bildlich Abwesenden: Während die Fotografie jemanden als fertiges Gegenüber eines bestimmten Augenblicks festhält, kann die Malerei stattdessen ein Porträt in differierenden Schichten des Ausdrucks entstehen lassen. Eickens Bilder beschäftigen sich in diesem Sinne explizit mit der Frage der Struktur medial erzeugter Distanzen. Mit der Frage, wie Fotografie heute unser Verhältnis zur Welt prägt: Indem sie Fertiges zeigt und uns von einem entfaltenden Zugang abschneidet. Mit „da zwischen“ präsentiert die Hengesbach Gallery vom 27. April bis 22. Juni 2013 neue Ergebnisse dieses Erforschens von bildlicher Präsenz.
Abbildung: Dirk Eicken, Unbekannt1.jpg Teil A, 2012, Öl auf Leinwand, 41 x 59 cm, copyright Hengesbach Gallery Berlin