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Yunchul Kim beschäftigt sich in seinen Werken mit der enormen Komplexität heutiger wissenschaftlicher Prozesse. Seit dem 20. Jahrhundert haben die wissenschaftlich erforschten Gegenstände den Bezug zur unmittelbaren Erfahrungswelt verloren. Sie sind nicht länger Objekte im herkömmlichen Sinn, sondern befinden sich in einem kryptischen Bereich, einer unbekannten Welt.
Vor diesem Hintergrund und in Verbindung mit dem Konzept der flüssigen Himmel, das in der Astronomiegeschichte eine lange Tradition hat, schlägt Yunchul Kim in CARVED AIR vor, „die Luft zu schnitzen“, d.h. den flüssigen Himmel ästhetisch zu manipulieren, um zentrale Aspekte der heutigen Astrophysik zu reflektieren. Er präsentiert eigens für den Projektraum der Schering Stiftung produzierte elektrochemische Zeichnungen und neue strömungskinetische Skulpturen, die mit einem Detektor für kosmische Strahlung verbunden sind.
Yunchul Kim: EFFULGE (Detail), 2012, Foto: Alexander Schippel