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Reinhard Dickel, Jg. ‘51 und Meisterschüler von Klaus Fußmann, hat eine distanzierte Haltung zu Bildinhalten und zu den Formen, mit denen sie üblicherweise eingefangen werden. Die Bilder sind immer sie selbst. Sie stehen nicht für irgendetwas anderes, sie sind also keine stellvertretende Illustration, selbst wenn wir Pflanzliches oder Landschaftliches assoziieren können. Aber es besteht kein Zwang darin sondern eine heitere Ambivalenz. Dickels Malerei ist evident – sie zeigt das, was sie ist: Farbe, Form, Fläche, Linie. Dabei ist die Farbe mal dünn aufgetragen, mal direkt aus der Tube auf das Bild gebracht und so pastos, dass sie zum Relief wird, die Farbe also ihr eigener Gegenstand ist.
Das geschieht mit außerordentlicher Expressivität, die mit eingefügten Ölkreidestrichen oder zarten Kohlestrichen unterstützt wird und dem Bild eine selbstverständliche Leichtigkeit gibt.