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Auktion

Vorbesichtigung zur 38. Versteigerung – Auktion in Berlin

Vorbesichtigung zur 38. Versteigerung
Die Frühjahrsversteigerung des Auktionshauses „Ostdeutsche Kunstaktionen“ zeigt zum 38. mal die umfassende Vielfalt der ostdeutschen Kunstszene in einer breit angelegten Auswahl. Am 12. Mai 2012 warten Gemälde, Zeichnungen, Aquarelle, Gouachen, Druckgraphiken und Skulpturen traditionell auf ihre Käufer und Liebhaber.
Der Hauptvertreter der diesjährigen Frühjahrsauktion ist der avantgardistische Maler, Zeichner und Photograph Edmund (Ed) Kesting mit zwei Malereien aus den 1960er Jahren, Aufgehende Sonne über Kopfweiden, Schätzpreis 4.000 Euro und Buhnenspiel, Schätzpreis 1.700 Euro. Ein Christuskopf (Zeichnung, Kohle, Aquarellfarben und Collage, vermutlich aus den 1920/30 Jahren) soll die Summe von 5.000 Euro einspielen. Vom Künstlerfreund Hans Kinder, der wie Kesting in Ahrenshoop arbeitete, sind ein Früchtestilleben mit Leuchter (Ölfarben auf Gipsplatte) von 1948/49, Schätzpreis 6.000 Euro sowie eine Temperaarbeit Eurydike, Schätzpreis 1.700 Euro vertreten. Hervorzuheben ist die Dresdner Kunstszene, die mit herausragenden Arbeiten wieder dabei ist. Besonders Hermann Glöckner mit der Temperaarbeit Kurvenbündel vor hellem Grund von 1958 soll eine Taxe von 2.800 Euro einspielen. Die Variation aus der Folge Zehn Handrucke, ein Einmaldruck, wurde mit 950 Euro geschätzt. Einen besonderen Höhepunkt stellt das Angebot vom Dresdner Altmeister Josef Hegenbarth dar, der mit acht Arbeiten, darunter eine Mischtechnik zu Musäus: Legenden von Rübezahl von 1946, die 2.200 Euro einbringen soll, präsentiert wird. Ein einmaliger Höhepunkt ist das von Hans Jüchser angebotene Ölbild Sündenfall von 1973 und die farbige Kreidezeichnung Mutter und Kind von 1931, die jeweils 8.000 bzw. 1.700 Euro einspielen sollen. Arbeiten von Hans Theo Richter, Wilhelm Rudolph, Werner Wittig, Fritz Tröger und Max Uhlig fehlen ebensowenig, wie die Arbeiten der etwas jüngeren Generation. Heißbegehrte Pastelle sowie das Ölbild Im Café, 1989 (Taxpreis: 5.600 Euro) von Herta Günther zählen wieder zu den besonderen Attraktionen.
Der Bauhauskünstler Albert Hennig ist mit zwei Aquarellen vertreten. Gerhard Altenbourg ist mit einem frühen Holzschnitt von 1961 Im Schilf und dem Farbholzschnitt Nicht doch Meerlinchen von 1969 im Angebot. Bei beiden Holzschnitten wird ein Zuschlag von 1.200 bzw. 980 Euro erwartet. Zwei Gemälde des nordeutschen Malerfürsten Otto Niemeyer-Holstein Sitzender Akt, von 1934 (Taxe: 3.000 Euro) und ein Sitzender weiblicher Akt von 1980 (Taxpreis: 1.800 Euro) ist neben mehreren Druckgraphiken im Angebot.
Vertreten sind ebenfalls druckgraphische Arbeiten der Gruppe Clara Mosch: Carlfriedrich Claus, Dagmar Ranft-Schinke und Thomas Ranft sowie Michael Morgner. Die graphischen Arbeiten der Leipziger Künstler, Wolfgang Mattheuer (Taxen ca. von 500 bis 800 Euro), Bernhard Heisig (Taxen ca. 150 bis 350 Euro), Werner Tübke (Taxen: 400 bis 600 Euro), kommen ebenfalls unter den Hammer. Vier farbige Lithographien von Willi Sitte sind mit Taxen von 300 bis 400 Euro angesetzt. Zwei herausragende Arbeiten von Max Schwimmer sollen 1.400 bis 1.700 Euro erbringen.
Die Berliner Malschule mir ihren Hauptvetretern Manfred Böttcher, Wolfgang Leber, Harald Metzkes, Klaus Roenspieß zählen nach wie vor zu Hauptsäulen der 38. Versteigerung. Eine frühe Arbeit aus dem Schaffen Böttchers, der „schwarzen Phase“, Stilleben mit Flaschen, um 1960 (Taxe: 4.800 Euro), Malereien von Wolfgang Leber, In einem Garten, von 1993 (Taxe: 3.200 Euro), Harald Metzkes, Im Foyer, 1987 und Winterobst, 1998 (Taxen jeweils 2.800 Euro), Klaus Roenspieß, Stadtlandschaft mit gelbem Wagen, 1996/97 (Taxe:1.300) und Sommer 98, (Taxe: 1.600), Hans Vent, Kleines Strandbild, 1974 (Taxe : 1.300 Euro) und Waldstück, 1992 (Taxe: 900 Euro) zählen zum diesjährigen Angebot.
Nach den Erfolgen der 37. Versteigerung ist auch Horst Strempel erneut mit sechs frühen, seltenen Holzschnitten (Taxen ca. 200 Euro) vertreten. Herausragend im Angebot ist eine großformatige Zeichnung und Photocollage Der Brief von Horst Sagert, der nostalgisch seine umfangreiche künstlerische Bühnentätigkeit und seine geschaffene Traumwelt reflektiert. Diese erstklassige Arbeit soll 5.300 Euro einspielen. Eine Malerei des naiven Altmeisters Paul Schultz-Liebisch ist mit 700 Euro geschätzt. Die Malerei von Karl Hermann Roehricht ebenfalls mit starken naiven Zügen, Spreeherbst in Mönchwinkel, von 1972 soll 1.800 Euro einspielen.
Selbstverständlich ist die Berliner Graphik wieder ein wichtiger Bestandteil der 38. Versteigerung. Druckgraphik von Manfred Butzmann, Arno Mohr, Charlotte E. Pauly, Ursula Strozynski und Herbert Tucholski erwarten zu moderaten Preisen ihre Käufer.
Skulpturen von Theo Balden, Liebespaar, 1973 (Taxe: 750 Euro), Werner Stötzer, Kleiner stehender Torso, um 1990 (Taxe: 1.300) und eine figürliche Keramik von Robert Metzkes, Akt und Harlekin, 1992 (Taxe: 550 Euro) stehen zum Verkauf. Ein besonderes Angebot stellen drei Ölmalereien und ein Aquarell des Leipzigers Heinz Mutterlose dar, der mit seinem bildnerischen Schaffen nicht der Leipziger Schule zuzurechnen ist, sondern seinen eigenen Weg mit nachimpressionistischen Bildfindungen gegangen ist (die Taxen liegen hier zwischen 1.200 und 1.400 Euro).

Die Versteigerung findet am 12. Mai 2012 um 13 Uhr statt. Die angebotenen Arbeiten können vom 24. April bis 10. Mai 2012 in den Geschäftsträumen des Auktionshauses „Ostdeutsche Kunstauktionen“, Bänschstrasse 35 im Berliner Stadtteil Friedrichshain, besichtigt werden. Der Auktionskatalog ist online unter www.ostdeutsche-kunstauktionen.de verfügbar. Auf Wunsch wird dieser auch in gedruckter Form verschickt.

Abbildung: Hans Jüchser, Sündenfall, Ölfarben auf Malpappe, 1973, sign., dat., betitelt, Taxe 8.000,- Euro

Ostdeutsche Kunstauktionen
Bänschstrasse 35, 10247 Berlin
Tel. (030)42852000
Fax. (030)42852002

Öffnungszeiten:
Di, Do, Fr 13 - 19 Uhr
Sa 11 – 15 Uhr
und nach Vereinbarung

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