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Ausstellung

Dirk Eicken "Works 2009 - 2011" und Axel Lieber "Geometrie und Alltag" – Ausstellung in Berlin

Dirk Eicken "Works 2009 - 2011" und Axel Lieber "Geometrie und Alltag"
Künstlergespräch mit Dirk Eicken
"Malerei oder Fotografie?"
Donnerstag, 1.12.11, 19 Uhr

In seiner neuen Werkgruppe greift Eicken verschiedene aktuelle politische Probleme auf (Bürgerkrieg, Flüchtlingsbewegungen, Globalisierung). Die Erwartung, dass diese großformatigen politischen Bilder mit einer eindeutigen Botschaft verbunden sind, erfüllt sich nicht, im Gegenteil: Dirk Eicken thematisiert die Unmöglichkeit einer eindeutigen Stellungnahme durch das Bild. Nicht auf der Oberfläche des Bildes finde man Antworten, so Eicken, sondern in seiner Durchdringung. Die Fotodokumente, die der Künstler zu seinen Themen findet und die er als Vorlagen für seine Bilder benutzt, geben keine eindeutige Antwort auf die Frage, wer die Guten, wer die Bösen, wer die Täter oder wer die Opfer sind. Der Betrachter wird in der Konfrontation mit dem Großformat an den Schau-platz des Geschehens versetzt, er kann sich unter die Teilnehmer mischen, ein Teil des Geschehens werden. Eicken malt die Schauplätze in einer Tradition von Malerei, die aus dem flächigen Bild mit malerischen Andeutungen Licht, Raum und Volumen herausarbeitet. Jedoch lässt er die Ereignisse nur wie durch Folien oder Filter sichtbar werden, wie in verblassten Fotografien.

Der Bildhauer Axel Lieber entwirft seine Skulpturen aus Materialien und Formen unseres Alltages, vor allem aus dem Umfeld des Wohnens. Er baut diese Dinge entweder in veränderter Form nach oder greift so gezielt in sie ein, dass sie mitunter kaum noch wiederzuerkennen sind. Axel Lieber entdeckt in dem uns Nahen das Andere, das Geheimnisvolle, Fremde, Unheimliche, Widerständige, Traumhafte, Abgründige, Gegenläufige, Fiktionale.