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Die Szenen gleichen sich scheinbar bis ins Detail:/ Spiegelung ausdrucksstarken Tanzes zweier rüstiger/ Rentner im bürgerlichen Wohnzimmer. Beschwingten/ Schrittes legen sie eine heiße Sohle auf den/ Perserteppich. Umgeben von getäfelter Anrichte und/ Kommode wandeln sie frohgemut die Häuslichkeit in/ ein Tanzvergnügen. Aber etwas bricht das traute Idyll:/ Veränderungen, Auslassungen und Hinzufügungen/ haben sich bei der Verdoppelung des Geschehens/ eingeschlichen. Das wache Auge gleitet über Motive/ und Magazine, Differenzen suchend und sie/ schließlich befriedigt findend. Bilddoppelung mit/ Fehlern – die kunsthistorische Praxis des/ vergleichenden Sehens findet hier Eingang in/ amerikanische Wochenendunterhaltung./#
Die Arbeiten von Ceal Floyer (* 1968) bedürfen stets/ eines aufmerksamen Blickes und einer bildnerischen/ Auseinandersetzung. Präzise und beziehungsreich/ fordert Floyer in ihren reduzierten Installationen,/ Objekten und Filmen die Wahrnehmung heraus, legt/ analytisch Wesensstrukturen frei, verkehrt sie und/ enthüllt deren stille Poetik.